P0099
 
P0099
Главная / Personalia
 
Personal Data
Surname Landschad von Steinach
First name Hennel
Nickname  
Dating 1377
Location Neckarsteinach
Life dates d. 11.09.1377
Title Ritter
Close relatives отец - Blickers X. Landschad
жена - Mia von Sickingen (Tochter Reinhards II. von Sickingen)
Type of the object Grabplatte, Epitaph
Place of manufacturing
(place of burial)
 
Place of exposition Evangelische Kirche, Neckarsteinach, Bergstrasse
heute in die Sudwand des Langhauses eingemauert
Date of manufacturing  
Artist
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Material: Sandstein, Hohe: 280.0 cm, Breite: 132.0 cm, Buchstabengro?e: 7-7,5 cm
Beschreibung: Die Bemalung der Platte ist neu.
Im Feld stehen unter einer Spitzbogenarchitektur zwei Figuren auf Lowen. Auf der linken Seite ist der Ritter in voller Rustung dargestellt, seine linke Hand ruht auf der Brust, die rechte am Schwert. Rechts sieht man die Frau, die einen Kruseler tragt. Ihre Hande sind auf der Brust gefaltet. In den oberen Zwickeln der Platte sind zwei Wappen angebracht. Zwischen den Kopfen der Figuren befindet sich die Helmzier der Landschaden von Steinach.
Die Inschrift lauft au?en auf dem Rand der linken Leiste von unten nach oben.
Die Tatsache, da? Mia zwar auf der Platte dargestellt wurde, aber keine Inschrift erhielt, spricht eher dafur, da? sie zum Zeitpunkt der Herstellung der Platte noch lebte und ihr Todesdatum spater nicht nachgetragen wurde.
Ausfuhrliche Beschreibung der Grabplatte bei Schweitzer 25f.
Umschrift: anno • d(omi)ni • m° • ccc • Ixxvii • iii • yd(us) • sept(embris) • o(biit) • hennel • lant-schade •
Ubersetzung: Im Jahre des Herrn 1377, am dritten Tag vor den Iden des Septembers (11. September), starb Hennel Landschad.
Schrift: Gotische Minuskel
Personen: Landschad von Steinach, Hennel • Landschad von Steinach, Mia, geborene von Sickingen • Sickingen, Mia von
Hennel von Landschad war einer der vier Stadtgrunder, die in einer Urkunde von 1377 genannt werden. Es ist das zweitalteste Grabdenkmal, nur 8 Jahre nach dem fur Ulrich V, seinen Vater. Beides gotische Grabmaler, beide figurlich, und doch ein gro?er Unterschied. Betrachten wir die Schrift am Rand: Bei dem 8 Jahre alteren Grabdenkmal fur seinen Vater Ulrich V ist die Oberkante der Schrift innen, die Unterkante au?en. Die Lesbarkeit ist dann gegeben, wenn die Platte erhoht liegt und man au?en dran vorbeigeht - klassisches Tumba-Grab. Hier beim Sohn ist die Unterkante der Schrift innen und die Oberkante au?en - so eine Platte ist dafur konzipiert, da? der Betrachter davor steht und die Schrift quasi von der Mitte des Feldes aus liest - das war keine Tumba mehr, sondern ein Wanddenkmal.
Die Inschrift lautet: "Anno dni. mccclxxvii in yd. sept. ob. Hennel lantschad" - Im Jahre des Herrn 1377 am 11. September starb Hennel Landschad". Das Grabmal ist eines der altesten in der Kirche, genauer das zweitalteste, stilistisch noch ganz der Gotik verhaftet. Beide Ehepartner werden von einem gotischen Kielbogen eingerahmt, der mit Krabben besetzt ist und oben in eine Kreuzblume auslauft. Der Landschad-Helm ist zwischen der Beiden Wappenschilde und Kopfe platziert, der Sickingen-Helm ist nicht abgebildet. Solche Anordnungen, beide Schilde nur mit dem Kleinod des Mannes, findet man zwar haufiger, dann ist der Helm aber meistens uber den einander zugeneigten Schilden platziert. Hier erreicht man durch die Anordnung optimale Raumausnutzung innerhalb der Tafel. Zu beiden Seiten der Anordnung jeweils eine gotische Fiale.

Ihr Todesdatum ist unbekannt, aber Moller geht davon aus, da? sie vor 1377 starb
Die Landschad von Steinach waren ein mittelalterliches niederes Adelsgeschlecht im Odenwald mit Stammsitz in Steinach am Neckar, das im 12. Jahrhundert als Lehensleute der Bischofe von Speyer erstmals erwahnt wurde, spater mehrere hohe pfalzische Beamte stellte und 1653 im Mannesstamm erlosch.
Wappen Landschad: In Gold eine schwarze Harfe. Die Helmzier ist ein gekrontes Mannerhaupt mit wild wucherndem Haupt- und Barthaar, auch als Davidshaupt bezeichnet, das Haar die Helmdecke ersetzend.
Wappen Sickingen: In Schwarz 5 (2:1:2) silberne Kugeln. (Die Swicker-Linie hatte noch einen roten Bord.) Helmzier ware ein silberner (Gruber) oder goldener (Scheiblersches Wappenbuch) Schwanenrumpf, ruckwarts mit hahnenfedergezierten roten Kugeln (auch als rote Apfel mit drei schwarzen Blattern interpretiert) besteckt. Helmdecken rot-silbern (Gruber) oder schwarz-silbern (Wappenbuch der Stadtbibliothek in Zurich) bzw. schwarz-golden oder schwarz-silbern (Rahrbach) oder schwarz-golden (Scheiblersches Wappenbuch). Eine der bedeutsamsten sudwestdeutschen Ritterfamilien, der Stammsitz ist Sickingen im Kraichgau. Wichtige Familiensitze waren Landstuhl und Ebernburg. Vermutlich eine Abspaltung der von Flehingen, die ein ahnliches Wappen fuhren. 1632 Reichsfreiherren, eine Linie 1773 Reichsgrafen, ausgestorben 1835. Der Letzte der von Sickingen starb 1932 in Wien, womit die ganze Familie erlosch.

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