P0685
 
P0685
Главная / Personalia
 
Personal Data
Surname Timmersdorfer
First name Jorg
Nickname  
Dating 1410?
Location Leoben
Life dates +after 1418
Title  
Close relatives wife - Anna
Type of the object stained glass
Place of manufacturing
(place of burial)
 
Place of exposition Kirche St. Maria am Wasen (Waasenkriche), Leoben, Austria
Date of manufacturing  
Artist
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Leoben, Waasenkriche
Die Kirche erreichte ihr gotisches Erscheinungsbild, doch bilden den gro?ten Schatz die Glasfenster aus der Zeit vor dem gotischen Umbau um 1410. Neben dem Fenster der Stifter, Anna und Jorg Timmersdorfer, ist das rechte Chorfenster von gro?er Bedeutung fur die Montangeschichte. Es wurde vom Gewerken Paul Chren, der 1411 Pachter der Goldbergwerke in der Gastein war, gestiftet. Im Fenster sind die Heiligen Daniel und Habakuk dargestellt, beide Bergbauheilige, wobei Daniel als Attribut ein Bergeisen in der Hand halt.

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Zwei Mitglieder der Zopfgesellschaft.
(Mit einer Abbildung.)
Auf Spalte 177 ff. in Nr. 5 des diesjahrigen Anzeigers haben wir ein Glasgemalde zu St. Erhard in der Breitenau in Steiermark besprochen, das den Herzog Albrecht III. von Oesterreich in der Ordenstracht der Zopfritter darstellt. Wir haben daselbst versprochen, noch ein weiteres Glasgemalde aus Steiermark nebst einer noch vorhandenen Zopfkapsel zu veroffentlichen. Letzteres ist vorlaufig nicht moglich. Dagegen bilden wir auf der beiliegenden Tafel eine von den zwei ritterlichen Figuren ab, die sich auf einem Fenster in der Kirche St. Maria am Wasen bei Leoben befinden. Das Fenster ist dreitheilig, durch Eisensprossen, wie gewohnlich, in eine Anzahl Felder getheilt, von denen jedes eine eigene, abgeschlossene Darstellung enthalt, so da?s im dreitheiligen Fenster 27 solcher Darstellungen vorhanden sind. Wir haben uber diese Eigenthumlichkeit der steiermarkischen Fenster a. a. O. gesprochen, gehen also hier nicht naher darauf ein, da?s das Fenster aus diesem Grunde auf den ersten Blick den Charakter des 13. Jahrh. zeigt, wahrend es in der That dem Beginn des 15. Jahrh. angehoren durfte. Die Technik ist ganz der des Fensters zu St. Erhard und anderer steiermarkischen Fenster, so der zu Stra?sengel, ahnlich, hier jedoch mehr als handwerksma?sig roh.
Auf den 27 Feldern befinden sich vorzugsweise einzelne Figuren unter einfachen architektonischen Rahmen, darunter zwei mannliche und zwei weibliche Donatoren, die einer Familie angehoren. Im zweiten Felde von unten (heraldisch) links kniet der eine Ritter, "Herr Pernger[A] tumerstarffer"; ihm gegenuber (heraldisch rechts) seine Frau "Margaretha wolfsawerin". Der Ritter kniet hinter seinem Wappenschilde, der eine gezinnte Theilung von Blau und Gelb zeigt. Auf dem Wappenschilde stehen zwei Helme, von denen der zur Rechten ein Paar Buffelhorner im Hermelin mit gelben Pinnen (Kammen), der zweite einen Flug mit der Tinktur des Schildes als Helmzier tragt. Die Tracht des Ritters zeigt die Beine bereits total in Eisenschalen, ohne die Kettenpanzer irgendwo erscheinen zu lassen. Ebenso die Arme; der Lendner ist, nach der heraldischen Tinktur des Schildes Blau in Gelb zinnenformig getheilt, aus Leder, so da?s seine Nahte sichtbar sind. Eine Halsberge konnte etwa durch die Zeichnung des Musters ein Kettengeflecht andeuten sollen; jedenfalls ist sie von Eisen; der Helm zeigt ein aufgeschlagenes Visier, das sich um einen durch eine Rosette gezierten Stift an der Stirne dreht und so ganz am oberen Ende befestigt ist. Hinter dem Rucken erscheint ein gelber, verzierter Streifen, vollkommen der Kapsel des Albertus ahnlich. Er zeigt horizontale Linien als Verzierung und lauft unten in ein Ornament aus. Die Gesichtszuge sind so hart, die Darstellung so roh, da?s wir das Gesicht nicht als Portrat betrachten mochten, obwohl der eine Zahn, welcher sichtbar[S. 369] ist, das andeuten durfte. Der Grund des Glasgemaldes ist roth. In den gefalteten Handen tragt der Ritter ein Spruchband mit der Inschrift: miserere mey deus secundum. Seine ihm gegenuber knieende Hausfrau hat einen von Blau und Wei?s getheilten Schild in umgekehrten Farben gerandert, als Helmzier einen wei?sen Schwan, der in eine wei?se Helmdecke mit blauem Futter ubergeht. Der Grund der Darstellung ist grun, und in dem grunen Grund sind Flugel des Schwans durch schwarze Zeichnung angedeutet. Im 7. Felde von unten rechts ist ein zweiter Ritter Herr "Jorg tumerstarfer". Er kniet hinter demselben Wappen, das auch Bernhard hat, so da?s er als dessen Bruder zu betrachten sein durfte. Sein Kostum ist jedoch reicher, als das des vorigen. Die Halsberge hat die Gestalt eines gro?sen Kragens und durfte als ledern zu betrachten sein; sie ist mit Fransen eingesaumt und tragt zwei Wappen, von denen das rechts ein Kreuz, das links eine Wiederholung des Hauptwappenschildes enthalt. Der Zopfbehalter tragt hier eine Einfassung von Perlen und ist mit Schuppen geziert, die gro?se Geflechte andeuten. Als Wehrgehange hat er um den Leib einen zweiten Zopf gelegt, der einen verschlungenen Knoten zeigt und in langer Schleife herabfallt; der letztere Umstand la?st uns allerdings sehen, da?s unsere fruhere Meinung, die Zopfe waren durchgehends in Metallkapseln gefa?st gewesen, unrichtig ist, und da?s die sichtbaren Hullen der Zopfe vielmehr aus Stoff, etwa Goldstoffen bestanden, die einen metallenen Endbeschlag hatten[B].
Fur diese Anschauung sprechen auch die Wandgemalde in der Kirche zu Konigsfelden in der Schweiz, von denen wir in einer der nachsten Nummern Abbildungen geben zu konnen hoffen. Diese zeigen die Zopfhullen in denselben Farben, wie die Lendner und mit Metallspitze versehen. Ein Spruchband in den Handen des Ritters besagt: ora pro me sancta dey genitrix. Unmittelbar unter ihm kniet seine Frau, die "frow anna, Eberhart Paierhofer tochter". In ahnlicher Weise, wie bei einer der Gemahlinnen Herzog Albrechts, ist auch bei ihr ein langer, geflochtener Zopf sichtbar. Ihr Wappenschild ist durch eine linke wei?se Spitze in Roth und Blau getheilt; die Helmdecke blau mit wei?sem Futter; die Helmzier ein Flug in den Tinkturen des Schildes.
Die Stellung der beiden Tafeln im Fenster zeigt deutlich, da?s dieselben nicht mehr am ursprunglichen Platze sich befinden. Wahrscheinlich nahmen ehemals die beiden Manner die untersten zwei Tafeln rechts, die beiden Frauen die untersten Tafeln links ein. Da sie jetzt versetzt sind, so mochten wir keineswegs definitiv die Frage abgeschnitten haben, ob die Ehepaare so zusammengehorten, wie wir sie zusammengestellt haben, uberlassen diese Frage vielmehr den Genealogen. Unter den Heiligenfiguren des Fensters befinden sich Bernhard, Georg, Margaretha; eine heilige Anna befand sich wol in den jetzt durch sehr schlecht gemalte Scheiben erneuerten Theilen.

Существует еще один витраж в Castle Armory, Kreuzenstein, Austria
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Никакой информации об этом витраже и никаких других изображений найти не удалось.
Витраж находится в замке Kreuzenstein возле Leobendorf, а в городе Leoben находится наш витраж
с идентичным (но другим - есть щит геральдический щит со шлемами) рыцарем в таких же доспехах с такой же расцветкой
Как связаны Leobendorf и Leoben (это разные населенные пункты) и идентичные изображения в них - непонятно.

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