A0479
 
A0479
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Personal Data
Title Soldier
Dating 1335?
Location Freiburg im Breisgau
Type of the object stained glass
Provenance Сathedral, Freiburg, Germany
Place of exposition Сathedral, Freiburg, Germany
Date of manufacturing um 1320/1330
um 1330/40
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Das "Bäcker-Fenster" wurde um 1320/1330 durch die Zunft der Bäcker gestiftet. Die Freiburger Zünfte treten erstmals im Stadtrecht von 1293 in Erscheinung, haben sich aber wohl schon früher formiert. Die seit etwa 1320 entstandenen Seitenschifffenster sind fast ausschliesslich von den Zünften der Bäcker, Schuster, Tucher, Müller, Winzer, Küfer, Schmiede, Schneider, Maler, Bergleute und Kaufleute gestiftet worden. Im "Bäcker-Fenster" ist das Zunftwappen mit Brezel ist in allen drei Sockelfenstern und oben in den zwei kleineren, dreieckigen Fenstern zu sehen. In den Sockelfenstern sind zusätzlich je zwei Brotlaibe abgebildet. Die Fenster sind besonders schön komponiert, sind besonders gut erhalten und erzählen die Legende der heiligen Katharina. Ein Teilfenster der drei oberen, runden Fensterrosetten war die Vorlage für das Logo der Botanikertagung 2002.

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Die mittelalterlichen Glasmalereien in Freiburg im Breisgau von Rüdiger BECKSMANN
Berlin 2010 (Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft)
Enthauptung und Grablegung der Hl. Katharina mit Ölwunder.
Lhs. n XXIII, 3/4c. Freiburg i. Br., um 1330/40. – Kat. S. 302–304.
Technik, Stil, Datierung: Ungeachtet der Folgerungen, die bereits Geiges aus dem Rahmensystem wie den Kostümformen für die Datierung gezogen hatte, konnte sich die unhaltbare Annahme einer Entstehung des Bäckerfensters im dritten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts etablieren276.
Da man bisher übersehen hatte, daß die in ein Maßwerkgitter integrierten mandorlenförmigen Medaillons des Bäckerfensters die Kenntnis des um 1330 vermutlich in einer Basler Werkstatt ausgeführten Königsfeldener Achsenfensters mit ausgewählten Passionsszenen in kreisrunden Groß medaillonsvoraussetzen, kann sein Entwurf erst nach 1330 entstan den sein. Auch die elegante Haltung und die modische Gewandung der meisten Akteure der Katharinenszenen wei sen in die dreißiger Jahre. Erste Ansätze hier zu finden sich in den Miniaturen der kurz vor oder nach 1330 zwischen Boden- und Zürichsee entstandenen Speculum-Handschrift aus Kloster Weissenau (Textabb. 21) und den jüngeren Speculum-Scheiben aus dem Chor der alten Stephanskirche in Mülhausen im Elsaß (Textabb. 23).
Die modischen Hängeärmel, die Porphyrius’ Umhang (Fig. 319, 323) zeigt, begegnen allerdings erstmals in den Miniaturen der um 1340 in Trier illumminierten Bilderchronik von Kaiser Heinrichs Romfahrt. Daraus ergibt sich für das Bäckerfenster eine Datierung um 1330/40.

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